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Aufbruch in die Moderne
Das Hansaviertel und die Interbau 1957
Das Hansaviertel war ein großbürgerliches Wohnareal, das im Krieg zerstört wurde. Seiner Neugestaltung kam eine hohe symbolische Bedeutung zu. West-Berlin hoffte, dadurch Internationalität, Modernität und wirtschaftliche Stabilität zu demonstrieren.
Der Architekt Hans Scharoun erstellte einen Bebauungsplan, der das Viertel durch Grünflächen auflockerte. Dafür wurden Enteignungen durchgeführt – auch Erben und Nachfahren von Opfern und Überlebende der Schoah waren betroffen.
Zur Internationalen Bauausstellung von 1957 lud die Stadt namhafte Architekten aus vierzehn Ländern ein, „eine Wunde des Krieges“ zu heilen und „ein Beispiel neuzeitlichen Wiederaufbaus“ zu setzen.
Hansaviertel
Übersichtplan mit den Bauten namhafter internationaler Architekten im Hansaviertel, Planungsstand vom 16.4.1955, Maßstab 1:200
Erstellt im Auftrag des Senators für Bau und Wohnungswesen Berlin, Blaupause
Übernommen vom Hochbauamt Tiergarten vor 1990