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Warum nicht groß denken?

Der Gesundbrunnen

Im 18. Jahrhundert entstanden in ganz Europa Kurorte. Auch der Berliner Hofapotheker Wilhelm Behm ließ sich die heilende Wirkung der Quelle an der Panke wissenschaftlich bestätigen und gründete ein modernes Heilbad: den 

Friedrichs-Gesundbrunnen

Die neu angelegte Badstraße führte fortan Adel und Oberschicht aus der Residenzstadt Berlin in den Wedding hinauf. Auf vierzig Hektar Land plante Behm einen Badetempel, ein Restaurant (Traiteurhaus) und eine opulente Gartenanlage. Doch seine großen Träume scheiterten an der Finanzierung.

Das Modell bietet Einblick in die Auswirkung des Gesundbrunnens auf den Stadtraum in der Zeit nach Behms Tod 1780.

Der Knick, den die Badstraße kurz vor der Pankebrücke nimmt, ist dem Bebauungsplan der Kuranlage um 1757 geschuldet.

Modell der Gegend am Luisenbad um 1840, Modellbau: Torsten Mahlke, 1990

Schenkung: Bank für Handel und Industrie (BHI) 1990 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins 1987